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Feb 2 11

We did it!

von / by anna

After it took us (me = Anna) so long to translate our Indian Wedding posts into English which were only provided in German we finally got it DONE! (Only the German Wedding post is still pending – please bear with me!)

Especially Indian Wedding part 2 might be interesting for you. We were hardly using any names in there in case someone would not like to be mentioned on the blog.

If you think I was not interpreting the rituals correclty feel free to comment (actually looking forward to you commenting on them so that we finally find out what their real meaning is!!).

So thanks for reading and commenting!

Jan 6 11

Wildernest

von / by anna

Nachdem wir die ersten sieben Nächte unserer Hochzeitsreise in Luxushotels verbracht hatten, wollten wir einen echten Kontrast. So ging es mit dem Jeep (ohne A/C versteht sich) ins Wildernest, ein “Eco Reosrt” in Dschungel der Western Ghats im Grenzgebiet der Staaten Goa, Karnataka und Maharashtra.  Auch unsere “Hütte” hatte keine Klimaanlage – und das bei bis zu 99% Luftfeuchtigkeit. Soviel zu einem naturnahen Urlaubsresort mitten im Dschungel. Der Gegensatz zu der blütenweißen, duftenden Bettwäsche, liebevoll dekorierten Zimmern und putzigen Hoteluniformen zu schimmelstockigen Vorhängen, kondenswasserfeuchten Böden wie Wänden und Hotel-Staff in Tarnanzügen war schon etwas schockierend… Auch an unsere Mitbewohner musten wir uns erst gewöhnen: Falter mit Rekordspannweiten, Käfern und Nacktschnecken. Aber mit den Geckos haben wir uns binnen kürzester Zeit angefreundet.

After having spent the first 7 nights of our honeymoon in luxury hotels we opted for a completely contrasting programme. We were taken by jeep (of course without a/c) to Wildernest, an eco resort in the jungle of the Western Ghats where 3 Indian states border: Goa, Karnataka and Maharashtra. Our hut didn’t have air con either – and this with up to 99% humidity! Well, this is what you get if you ask for an eco resort in the middle of the jungle! In comparison to the snow white bed linen, lovely decorated rooms and sweet hotel uniforms, the fungi in the curtains, condense water on the floors and walls and resort staff in khaki uniforms were shocking… we also had to get used to our “room mates”: huge moths, beetles and slugs. At least we made instant friendship with the geckos!

Die Abstriche in Sachen Komfort nimmt man aber schnell hin, sobald man in der Stille und Abgeschiedenheit des Resorts die phantastische Aussicht auf das Tal mit den Wasserfällen, die  man vom Balkon und von Infinity Pool aus hat, genießen kann. Außerdem kann man wohl nur an so unberührten Orten wie diesen so tolle und aufregende Wanderungen machen: ein schier ungangbarer Weg halb durch einen Fluss über Felsen und glitschiges Gestein führte uns zu dem ca. 30-40 Meter hohen Wasserfall. In dieser Schlucht mit dem gischtenden Wasserfall, den Libellen, die bis weit oben umher schwirrten und der üppigen Vegetation herrschte eine Atmosphäre wie sie die meisten wahrscheinlich nur aus Avatar kennen. Diese Stimmung hätte man freilich noch besser in sich aufnehmen, wenn hinter uns nicht eine unangenehm laute und sämtliche Naturschutzregeln-übertretende Reisegruppe aus dem Resort gefolgt wäre.
Diese so gut es ging ignorierend, gaben wir uns viel Mühe jeweils noch drei Blutegel mit auf der Wanderung einzufangen. Unser guter Guide hatte aber zum Glück die Wunderwaffe dabei: etwas Salz auf den sich wonnig-windenden Leib des Blutsaugers gestreut und schon fällt er ab und verendet wimmernd-unwonnig.

But we quickly learn to accept the lack of comfort after we had enjoyed the brilliant view of the valley with the waterfalls from our balcony and the infinity pool. And it seems only untouched places like this allow for very special hikes: a nearly unbeaten track through the jungle, a river and slippery rocks lead us to a 30 – 40 meter high waterfall. In the valley where the water came down, froth was in the air with thousands of dragonflies and the atmosphere reminded us of the movie Avatar. Of course it would have been easier to soak in the spirit had there not been another group of loud and tourists ignoring all nature protecting rules.

We tried hard to ignore them as good as possible and to catch 3 leeches on the way back. Fortunately our guide brought his secret weapon: a bit of salt and within a few seconds the leech falls off and bleeds to death.

Eigentlich wollten wir drei Nächte in diesem naturnahen Paradies bleiben, aber das gesteigerte Gezieferaufkommen bedingt durch den Wechsel der Jahreszeiten (Monsoon – Trockenzeit) und Feiertagen in Mumbai, bewogen uns dazu eine Nacht früher abzufahren.

Wir hatten eine tolle Zeit im Wildernest – vor allem Zeit für uns ohne irgendwelche Ablenkung außer der Natur – aber freuten uns durch unsere frühe Abreise doch noch einen Tag  und eine Nacht in Panjim zu haben. Ein Andenken an unsere Zeit im Wildernest habe ich übrigens auch heute, fast 10 Tage danach noch: Henna Tattoos auf meiner linken Hand und meinem rechten Fuß. Sushma hat mir die gemalt, die obwohl sie dieses Jahr noch ihren Freund unten im Dorf heiraten möchte, weiter als Guide im Resort arbeiten möchte. Sie hat viele interessante Dinge erzählt und uns die verschiedenen Nachtfalter, mit denen die Außenwand des Restaurants tapeziert war, erklärt.

We had planned to stay for 3 nights in this nature paradise but the high volume of insects during the change from monsoon to dry season as well as unbearable tourists from Mumbai made us leave a night early. We had a great time at Wildernest – especially as we managed to have time for each other with no distraction other than nature. But we were looking forward to one more full day and night in Panjim. As a “souvenir” from Wildernest I have (even now 10 days later) henna on my left hand and foot. They were done by Sushma who wants to get married later this year to her boy friend down in the village but wants to continue working in the resort. She told us a lot of really interesting things about the moths who formed a “wallpaper” at the glass wall outside the restaurant.

Oct 6 10

Indische Hochzeit Teil 2 / Indian Wedding Part 2

von / by anna

Die ganzen Vorbereitungen für die indische Hochzeit hatten es geschafft uns doch einigermaßen in Aufregung zu versetzen. Dem Anlass angemessen entschied sich Jonny dafür seine Braut erst fix und fertig gemacht am Ort des Geschehens zu treffen.

All the last minute preps for the Indian did make us nervous after all . So Jonny chose to leave me and my stylists alone and only to see me as his perfectly set up bride at the very place of the ceremony.

Bevor ich zum Countdown der letzten Stunden bis zur Hochzeit komme, muss ich aber noch auf den Ort, an dem die Zeremonie statt finden sollte, eingehen. Jonny und ich hatten uns in den Kopf gesetzt, dass es auf jeden Fall eine Hochzeit am Strand unter Palmen und blauem Himmel werden sollte. Soviel zu unserem Wunsch. Die Wirklichkeit würde jedoch ganz anders aussehen, so befürchteten unsere Hochzeitsplaner vor Ort: Wolkenbrüche, Gewitter, Wellen, die sich gischtend an der Balustrade zum Hotel hin brechen würden, Windstöße, die den Pavillon davon tragen … Deshalb wurde der Plan B ausgedacht, die Hochzeit in einem Konferenz Raum des Hotels abzuhalten.

Doch als wir uns am Morgen unserer indischen Hochzeit den Schlaf aus den Augen rieben und die Vorhänge aufzogen, begrüßte uns der Tag mit strahlendem Sonnenschein.

But before I tell you about the last hours before the wedding I got to tell you about the place where we intended to get married. Jonny and I had it in our heads that our wedding shall take place  on the beach, underneath palm trees and blue skies.
Our dream had to face the stark reality , that thunderstorms, downpours, large waves braking on the balustrade of our wedding location and that the pavilion would be carried away by the storm – at least that were the fears of our wedding planning team… So they prepared for everything to have the ceremony in a conference hall of the hotel.

But when we got up that morning before our Indian Wedding and opened the curtains to see that a sunny day with blue skies had broken.

Während wir auf die Mädels vom Programming Team warteten, die mich ankleiden, frisieren und schminken sollten, malte ich mir noch meine Nägel an. Als die beiden dann da waren verabschiedete sich Jonny mit seiner Kurta und allen anderen Utensilien für das Hochzeitsoutfit von uns, damit die Braut in Ruhe hergerichtet werden konnte. Aber zunächst mussten wir noch auf einen Überraschungsgast warten. Die Cousine von einem der Mädchen kam nämlich extra aus dem Schönheitssalon in dem sie arbeitet, um sich professionell um das Anlegen des Sarees und das Schminken zu kümmern.

When the two girls of the programming team had arrived to dress me, make my hair and make up Jonny left with his Kurta and other pieces of clothing of his wedding outfit. He went running in the gym before he dressed up and the girls and I waited for a surprise guest A cousin of one of the girls came from the beauty parlor she is working at to professionally dress me up in the Saree and to put on a serious Indian bridal make up.

In einer höchst aufwendigen Prozedur wurde ich zunächst in den Saree gewickelt und dann angemalt (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich war erst ganz schön geschockt als mir milliliterweise das Make-Up aufgetragen und mir Rouge, Eyeliner und Lidschatten großzügigst aufgepinselt wurden. Das Ergebnis jedoch konnte sich jedoch mehr als sehen lassen. Mir fällt nicht viel dazu ein, außer vielleicht „WOW“.

During a highly elaborate procedure I was wrapped up in the Saree. Then my face was painted (I literally mean painted). I was quite shocked realizing how the girl put handfulls of make up in my face let alone the pallete of blushes, eyeliners and -shadows. But the effect was … I don’t know … I think “WOW” describes it best!

Als nächstes wurde mir der Schmuck angelegt und die Haare geflochten, dann machten sich die Mädels selber noch fertig und schließlich ging es in Shekars Auto ins Bambolin Beach Resort.

Next the girls put on all the jewellery they had brought, braided my hair and put flowers to my hair (a wonderful garland of jasmin flowers). Finally after I and everyone of my entourage was ready we were picked up by Shekhar and drove to the Bambolin Beach Resort.

Jonny und ich hatten keine Ahnung was auf uns zukommen würde bei der Zeremonie. Wir waren nicht wirklich aufgeklärt worden über den Ablauf oder über das was unser eigener Beitrag zum Geschehen sein sollte…

Neither Jonny nor I had the faintest idea of what was going to happen to us and with us during the ceremony. We weren’t told anything about the whole procedure, our own contribution to the ceremony… anything

Ich möchte das Geschehen nach meiner Ankunft im Resort so gut wie möglich wieder geben, was gar nicht so einfach ist, denn so eine Zeremonie besteht aus so vielen Einzelheiten, die jeweils ihre ganz eigene Bedeutung haben und dabei rezitiert der Priester Mantras aus den Vedas auf Sanskrit. Ich wollte eigentlich ein paar harte Fakten zum Erlebten ergänzen, doch leider variieren die Rituale wohl so stark, dass ich ich keine eindeutigen Informationen geben kann… Bei uns war es jeden Falls so…:

Let me try to sum up all that happened after I arrived at the resort. That’s not really easy as a Hindu wedding ceremony consists of so many details, which all have their own special meaning and ruing all the rituals a priest is reciting Mantras from the Vedas in Sanskrit – which of course is not understood by us. I had planned to do some research on a Hindu ceremony to give some more facts about all the rituals but apparently rituals differ so much depending what priest is conducting the ceremony or where the ceremony happens that I could not find definite facts… Anyway… this is what happened during our ceremony…:

Jonny wartete bereits auf mich, als ich am „Mandap“, einer Art Bühne auf der die Zeremonie statt findet, ankam. Küssen war während der gesamten Zeremonie übrigens strengstens verboten, wenigstens soviel hatte Jonnys Trauzeuge Anurag dem ahnungslosen Bräutigam bei einem großem Glas Whisky (feinster Smoke Head Single Malt als kleiner Ersatz für die nicht stattgefundenen indischen Junggesellenabschied) auf der Fahrt zum Hotel verraten, der es an die ebenso ahnungslose Braut weitergab, als sie ankam.

Jonny was already waiting for me at the mandap (the “stage” on which the ceremony happens) when I arrived. BTW: Kissing is strictly forbidden during a Hindu ceremony. At least Jonny was able to find out about this over a glass of finest Smoke Head sigle malt Whisky (Anurag had arranged for that as there hadn’t been the time for an Indian stag night) on their drive from Marriot’s to Bambolin and he could whisper this fact into the ear of his just as clueless bride before anything obscene could happen.

Wir setzten uns auf das Sofa, das auf dem Mandap aufgebau war, nachdem wir uns die Schuhe ausgezogen hatten (keine Schuhe auf einem Mandap!). Dann begann der Priester mit seinem Singsang, von dem wohl auch Inder nichts verstehen, wenn sie nicht das jahrtausende alte Sanskrit studiert haben. Der Priester bot zunächst Jonny und dann mir ein Tablett dar auf dem Blumen, Münzen, Reis, Blätter, Gras sowie Schalen mit Zinnoberrot und Wasser lagen. Diese wies er uns nacheinander an in einer bestimmen Reihenfolge an genaue Punkte auf einem anderen Tablett auf dem eine Kokosnuss aufgebaut war zu legen. Außerdem benetzten wir unsere Augen mit dem Wasser aus der Schale zu verschiedenen Zeiten während der Zeremonie.

After we had taken off our shoes we sat down on a sofa which was placed on the mandap. Then the priest started to chant the mantras and I think that even most Indians can’t understand what he was chanting (if they haven’t studied Sanskrit, an ancient liturgical language). At first the priest offered a plate to Jonny which carried all sorts of flowers, leafs, grass, rice, coins and bowl of brass containing water and cinnabar. By gesturing he instructed us to place those items in a certain sequence on certain spots on another plate which had a coconut mounted on a bowl in its centre. Sometimes we had to bedew our eye lids with water from the brass bowl and all the while the priest was reciting mantras, instructing his assistants and gesturing what we had to do.

Einen kupfernen Behälter mit Wasser drin in das wir später auch Reis gaben, thronte die Kokosnuss und diesen drückten wir uns selbst und genseitig an die Stirne – ich weiss immer noch nicht warum.

Soviel konnte ich mir immerhin anlesen:  die Blumen stehen für Schönheit, die Kokosnuss für Fruchtbarkeit, der Reis für den Lebensunterhalt, das Zinnoberrot symbolisiert Erfolg und Glück, bedeutet, dass der Ehemann (Seele) immer bei einem sein wird und schließlich das Ghee, das bei der Feuerzeremonie zum Einsatz kommt und das das heilige Feuer nährt (das als „Zeuge“ der Hochzeit bei keiner Hindu-Hochzeitszeremonie fehlen darf).

Mit dem Zinnoberrot malte er uns dann einen Punkt auf die Stirne bzw. meinen Scheitel, was wohl soviel ist wie ein Segen und auch das Zeichen für eine verheiratete Frau ist. Außerdem hat er uns noch ein paar Reiskörner auf diesen Punkt „gedrückt“.

We had to touch our foreheads with the bowl of brass the coconut was mounted on and to which we had to add grains of rice and coins – I still don’t know the meaning of this.
But this is how much I could find out:
the flowers embody beauty, the coconut stand for fertility, rice for subsistence, cinnabar for success and good luck, and put on the forehead it symbolizes that the husband will always be with his wife. Later during the fire ritual Ghee is used to nourish the sacred fire which must not miss at any Hindu Wedding as it is the kind of a witness to the ceremony.
The priest used the cinnabar to mark our foreheads with a red dot and also put some more of the red powder on my parting of my hair, as sign for a married woman.

Mir wurden dann noch die Zehenringe aufgesteckt, Ringe die nur verheiratete Frauen tragen.

I was adorned with toe rings, another sign of a married woman.

Danach wurde die Zeremonie auf dem Boden fortgeführt. Dort entzündete der Priester ein Feuer in das Jonny Ghee (ausgelassene Butter), das gelbe Pulver, sowie Wasser geben musste. Jonny hatte dabei die ganze Zeit Angst seinen Ärmel anzuzünden, weil er die Sachen immer kreisförmig auf das Feuer geben musste. Während Jonny all dies machte, musste ich ihn dabei mit meiner rechten Hand am rechten Arm berühren, um mein Mitwirken zu symbolisieren. Außerdem mußten wir uns immer wieder auf bestimmte Art an den Händen halten.

The ceremony was continued sitting on the ground. The priest lit a fire and Jonny had to sprinkle ghee, yellow powder (turmeric?) and water onto the fire (Jonny was afraid his sleeve would  catch fire reaching over the fire while he tried to imitate the movements the priest was instructing him to follow). During this ritual I was holding with my right hand onto Jonny’s right arm to symbolize my involvement and support.

Jonnys Trauzeuge Anurag wurde spontan zu meinem „großen Bruden“ gemacht, dessen Aufgabe es ist der Braut gepufften Reis in die Hand zu geben, die diesen wiederum in das Feuer gibt.

Anurag, Jonny’s best man, was spontaneously chosen to be my big brother (Bhaisahab). He had to pour puffed rice into my hands, which I had to put onto the fire.

Außerdem wurden wir mit unseren Schals zusammen gebunden und der Priester hat uns Kurkumawurzeln um die Handgelenke gebunden.

The scrafs we were wearing were knoted together and the priest gave each of us a turmeric root on a thread which was then bound to our wrists. (We were told to throw it into the water after the ceremony)

Anschließend liefen wir um das Feuer, einmal geführt von Jonny dann wieder von mir. Das ganze haben wir sieben mal gemacht und das soll bedeuten, dass wir dann sieben Leben zusammen gehören.

Then we were walking around the fire – one me leading Jonny, one Jonny leading me. We did that seven times in a row and it meant that we are thus connected for a lifetime.

Auf unseren Runden um das Feuer musste ich mit meinem rechten Fuß einen Stein berühren, der in unseren Weg gelegt wurde. Das sollte dafür stehen, dass wir so standhaft  wie ein Steine sein sollen und wir allen Hindernissen und Feinden gemeinsam in unserem Leben begegnen werden. Außerdem musste ich nach einigen der vollendeten Runden immer wieder gepufften Reis ins Feuer geben, dass mir „mein „großer Bruder“ in die Hände gab.

Walking around the fire I had to touch a stone with my right foot, symbolizing that we can overcome obstacles and that we will face all challenges of life together.
Moreover there were 7 small heaps of rice on our circles around the fire. I had to touch one after the other, one during each circle, with my right foot. The priest was reciting seven mantras which said that we had to nourish and strengthen each other, grow together, prosper, share all good and bad things, to care for our kids together, to stay together forever and to stay friends for the rest of our lifes.

Auf unseren Runden gab es außerdem sieben kleine Reishäufchen, auf die ich jeweils die Zehen meines rechten (?) Fußes setzen musste. Dabei wurden sieben Mantras rezitiert, die beinhalten, dass sich das Ehepaar immer gegenseitig (er)nähren soll, sich gegenseitig stärken und gemeinsam wachsen, ihren Wohlstand wahren, Freude und Leid teilen, sich gemeinsam um ihre Kinder kümmern, für immer zusammen bleiben und lebenslange Freunde bleiben sollen.

Dann wurden wir auf kleine Podeste gestellt auf die der Priester zunächst Reis gab in den er jeweils eine Swastika malte. Dann wurde zwischen uns ein Tuch (auch mit einer Swastika drauf) gehalten, so dass wir uns nicht sehen konnten und uns wurden die Blumengirlanden gegeben. Das war wohl der wichtigste Teil der Zeremonie (obwohl ich auch gelesen habe, dass es der Teil der am Feuer geschah gewesen sein könnte) und der eigentlich Akt der Trauung. Währenddessen wurde auf unsere Köpfe fortwährend Reis gerieselt von jeweils einem dafür vorgesehenen Gast.

After completing out seven rounds we had to step onto small pedestals which were prepared with rice below and on top into which the priest drew the swastika symbols. When we stood on the pedestals a cloth was held between us from two sides so that we could no longer see each other.

Während einer Art Refrain beschmiss uns dann die ganze Festgemeinde mit Reis, was so eine Art Segen sein soll.

When the priest was chanting the chorus all our guests were throwing rice at us – which is said to be some kind of blessing.

Irgendwann – es kam mir ziemlich lang vor bis es so weit war – wurde dann das Tuch gesenkt und wir hängten uns gegenseitig die Girlanden um.

Außerdem hängte mir Jonny das Mangal Sutra an, das die Zusammengehörigkeit, Liebe und den heiligen Bund des Ehepaares repräsentiert.

Jonny also put the mangal sutra around my neck which symbolizes the togetherness, love and holy bond of matrimony.

Anschließend wurden wir uns gegenüber auf Stühle gesetzt. Dann wickelten der Priester und sein Gehilfe einen Faden um uns, damit Böses abgehalten werde und um den Bund darzustellen.

Then we were made to sit on chairs facing each other and the priest wound a thread around us which represents our bond and shall  detain all evil.

Wir wurden wieder geheißen uns auf das Sofa zu setzen. Dann aßen wir von Bananen und fütterten uns gegenseitig den Rest der Frucht, nicht ohne selbst hin und wieder davon abzubeißen, als Symbol für die gemeinsame Nahrung von Körper und Geist.

After that we had to move back to the sofa where we had to eat from bananas and  feed the rest to each other, having a bite every now and then for our selves. This ritual symbolized our nourishment of our bodies and souls.

Daran schlossen sich dann die Glücks und Segenswünsche unserer Gäste an, die natürlich in der Reihenfolge auch einem bestimmten Ritus folgen, angefangen mit den Ältesten.

Die ganze Zeremonie war unglaublich aufregend für uns und zog an uns vorbei wie ein Traum. Wir waren sehr damit beschäftigt, das zu tuen, was uns der Priester mit Gesten bedeutete, da wir ja nichts von dem Singsang verstanden, der die ganze Zeremonie begleitete. Dabei versuchten wir die wunderschöne Atmosphäre in uns aufzunehmen: die Wahnsinnskulisse unter Palmen mit Blick auf das Meer und unsere festlicht bunt gekleideten Gäste, die geheimnisvollen Riten, gleich drei Photografen die die ganze Zeit um uns rumsprangen und versuchten die beste Perspektive für sich zu beanspruchen.

The ceremony was incredibly exciting and passed like in a dream. Throughout the ceremony we were concentrating so much on what the priest gestured us to do as we did not understand anything of what the priest was saying. And of course we tried to soak up the wonderful atmosphere: the marvelous setting beneath palm trees, sea view, our guests in their colorful  festive  outfits, the rituals which were almost mystical for us and three (or more) photographers which were always appearing here, there and everywhere to get the best perspectives and shoot the best snaps.

Nachdem uns alle Gäste gratuliert und uns ihr Geschenke übergeben hatten (wobei wir die ganze Zeit unsere Girlanden trugen, die sehr schwer waren und von jeder Gratulantengruppe mehrere Bilder gemacht wurden.

The ceremony seemed to be over so quickly but I think all in all it took one hour. After the last ritual was over and Anurag’s mum passed me my second – even more glamorous outfit – a group of girls took me to a washroom to get changed.

Das war schon sehr anstrengend bei nur 60 Gästen – wie anstrengend mag es dann wohl bei einer echten indischen Hochzeit sein zu der mehrere hundert kommen?!), musste ich mir mein zweites Festgewand anziehen, wobei ich von 4 oder 5 Mädels begleitet wurde. Als ich zurück war, verlief der Rest (fast) so wie eine deutsche Hochzeit auch ablaufen würde: Jonny und ich hatten einen kurzen Phototermin am Strand.

In my new outfit I stood next to Jonny and the reception started. Everyone was congratulation us and we even got some presents. Our guests were either coming one by one or in groups and a photo was taken of everyone or every group. This took quite a while until all guests had their turn… It was quite exhausting with the heavy garland around our necks – I wonder what couples go through when they are having hundreds of guests…!

Dann trug Jonny seine Hochzeitsrede vor (so angepasst, dass auch unsere indischen Freunde die Pointen verstehen konnten).

Wir tanzten unseren Hochzeitswalzer (und wurden aufgefordert auch einen Bollywood-Tanz zum Besten zu geben) und schließlich eröffneten wir das Buffet.

After that the rest of our Hindu Wedding was similar to what a German wedding would be like: The photographer took us to the beach were he took some snaps, Jonny held his speech (the one he had held at our German wedding but adapted so that the punch line could be understood in India), we danced the traditional first dance (waltz), even did a Bollywood dance (not typically German) and then we opened the buffet.

Nachdem alle gegessen hatten löste sich die Festgesellschaft bald auf. Bei der Verabschiedung wurde uns mehrfach gesagt wie gut wir unsere Sache gemacht hätten und dass wir glatt als „original indisches Paar“ durchgegangen seien.

Dann brachte uns Shekar zurück ins Mariott‘s und wir beide waren ziemlich erschlagen. Endlich waren all unsere Hochzeiten vorbei. Wir hatten jede einzelne genossen und  mussten uns erstmal erholen, was wir den ganzen Nachmittag über ausgiebig auf den Liegenstühlen am Pool und in der Poolbar taten.

Most of the guests left soon after the meal. Saying good bye many people told us that we almost looked like a “real Indian couple”
Then we left with Shekhar who drove us back to the Marriot’s. After the ceremony we were feeling very exhausted. Finally our wedding/s was/were over. We enjoyed every one of them and had to recover a bit and digest all the experiences. And so we relaxed for the rest of the day sleeping on the recliners at the pool, dozing in the sun and snacking at the poolbar.

Before sunset that day we threw the turmeric roots into the sea and watched them disappear in the gentle surf…. What a day!

Oct 3 10

Künstertreff / Meeting an Artist

von / by anna

Wie klein die Welt und v.a. Goa bzw. Panjim ist, hat sich unter Beweis gestellt, als wie beim Snip bei unserer Pediküre/Back-Neck Massage saßen und auf dem Nachbarstuhl ein Typ an einer Zeichnung gearbeitet hat. Da ich neugierig war, was es so zeichnet habe ich ihn gefragt, ob er ein Künstler sei. Das war ein Treffer ins Schwarze und er hat uns gleich bereitwillig seine Zeichnungen und Skizzen, die er in der Mappe dabei hatte gezeigt. Das witzige war, dass Bilder von ihm sogar in unserer letzten Herberge, dem Panjim Inn hingen. Vielleicht kaufen wir uns auch mal ein Bild von Deviprasad oder ich mache mal bei einem seiner Kurse mit, wenn wir das nächste Mal in Goa sind.
Seine Bilder sind auf jeden Fall sehr Farbenfroh – so wie  Goa – und damit ein schönes Andenken an unsere Hochzeitszeise.

Its a small world indeed. We realized that enjoying our Pedicure/Neck-Back Massage at Snip’s in Goa, Panjim, while watching a guy who was seated next to us and working on a sketch. I was curious so I asked him if he was an artist. That was a good guess and the funny thing about it was that his pictures were even on display at the Panjim Inn where we were staying for the last two nights. Maybe we are even going to buy a picture of Deviprasad or take part in one of his courses when we come to Goa next time.
His works are very colourful - just like Goa – and hence a great souvenir of our honeymoon.

Oct 1 10

Hochzeit in Bamberg – Teil 2 / Wedding in Bamberg – Part 2

von / by Jonny

Mittlerweile sind schon 13 Tage vergangen und ich möchte versuchen, die rest lichen Ereignisse unseres Hochzeitstages aufzuschreiben, bevor die Erinnerung mit all den neuen Eindrücken unserer Hochzeitsreise noch mehr verblassen!

Der Sektempfang war also ein toller Erfolg: Reiner, Chris und Ela hatten Sekt und Häppchen ganz toll hergerichtet und dann mitgeholfen, dass alles an den Mann kam (als ich früh die ganzen Platten gesehen hatte, war ich mir sicher, dass wir so viel übrig haben, dass wir es nach dem Empfang an die Tafel liefern müssen, weil wir so viel übrig haben). Nach einer halben Stunde schafften es die ersten Sonnenstrahlen über die Mauern von Geyerswörth und nach einer Stunde war der Hof komplett mit Sonne geflutet. Da wir die einzigen waren, die sich in Geyerswörth “getraut” haben, zu heiraten, hatten wir auch den ganzen Hof für uns alleine und haben dort Gast zwei Stunden gefeiert. Wir fanden die Stimmung super angenehm und waren sehr angenehm davon überrascht, wie gut sich alle untereinander unterhielten.

Als wir dann um kurz vor ein von Frau Schiller von der Stadt aus dem Hof gekehrt wurden (der Bürgermeister hatte um 14 Uhr hier noch einen Termin) wollten wir (also nur Anna und ich) eigentlich ins Nepomuk zum Essen, wurden aber gleich von Annas Trauzeugin Steffi mit den Worten “Ihr geht nirgendwo hin!” aufgehalten. Sie hatte zusammen mit Thomas uns eine Überraschung organisiert: ein Fahrt in einer der zwei venezanischen Gondeln, die in Bamberg vor Anker liegen. Wir hatten vor der Hochzeit auch schon mit dem Gedanken einer Gondelfahrt gespielt, diesen dann aber verworfen, weil wir nicht zu viel planen wollten. Aber es war GANZ toll! Einheimische und Touristen blieben am Ufer und auf den Brücken stehen, um uns alles Gute zu wünschen, uns zu fotografieren oder einfach nur zuzuwinken. Wir fühlten und wie Filmstars in Venedig!

Nach der Gondelfahrt wollten wir noch ein bisschen durch die Stadt “bummeln” und erzielten mit unseren Outfits die zu erwartenden Reaktionen. Wir genossen die Aufmerksamkeit sehr und waren bestimmt auch das erste Brautpaar, dass im Kastner eine Sonnenbrille kaufen wollte!

Mittlerweile war es zu spät für ein Mittagessen im Restaurant geworden und wogen unsere Optionen ab und entschlossen und schließlich für den Take-Away-Chinesen am Kranen (beinahe wäre es die vergoldete Currywurst geworden!)

Zu Hause (in unserer Ferienwohnung in Klein Venedig) freuten wir uns über die zweite Überraschung von Steffi: eine hochzeitlichen Deko!

Wir zogen uns um und genossen unser verspätetes Mittagessen auf der Terrasse an der Regnitz (Anna hatte kaum Häppchen erwischt und deshalb seit dem Frühstück kaum etwas gegessen).

Wir packten die ersten Geschenke aus und dann setzte die große Erschöpfung ein! Wir fielen in unser Bett und hätten fast unser Feier abends verpennt! Ich musste in Rekordzeit die 27 Knöpfe an Annas Kleid zumachen und mich in den Smoking mit goldenen Einstecktuch, Fliege und Kummerbund schmeißen (den Cut zieht man nur tagsüber an) und dann ging’s mit dem Taxi hoch in dir Domterrassen wo die ersten Gäste schon warteten.

Während Anna sich gleich um die Gäste kümmerte, wurde ich von Antonio in die Küche geführt, wo schon ein riesige Menge an Vorspeisen bereitstand. Und dazwischen unser Spanferkel! In dem Moment wusste ich, dass es eine tolle Feier werden würde.

Um 19.30 Uhr trommelte Joe die Gäste zur Vorstellung zusammen. Wir hatten uns für jeden ein paar Sätze überlegt und nutzten auch die Gelegenheit, uns bei allen Gäste zu bedanken, die uns bei der Vorbereitung geholfen hatten. Pünktlich um 20 Uhr eröffneten wir das Buffet.

Wir versuchten (getrennt) uns zu so vielen Gästen wie möglich zu setzen und hätten dabei ganz das Essen vergessen, wenn nicht Tanja (Antonios Frau) und Joe sich um uns gekümmert hätten. Vor den Hauotspeisen nutzen wir die Zeit für die Reden. Karin (Annas Mama) machte den Anfang. Sie erzählte verschiedene Stationen aus Annas Leben und wünschte uns für die gemeinsame Zukunft viel Glück. Als nächstes kam die Rede von Johannes, meinem Trauzeugen. Er überraschte mich mit einer komplett frei gehalten Rede, in der er an Hand von Brot, Salz und Chilli über die Ehe philosophierte. Das Salz überreichte er uns in einem Silberteller, den er vor 20 Jahren selbst geschmiedet hatte und der für mich eines der schönsten Hochzeitsgeschenke war.

Und dann… war ich an der Reihe. Ich war eh schon den ganzen Tag sehr emotional und da (ich schiebe das auf meine Mutter) sehr nah am Wasser gebaut bin, dauerte die Rede, die bei der Probe keine fünf Minuten gedauert hat, nun bestimmt eine viertel Stunde. Nach Aussagen vertrauenswürdiger Gäste haben am Schluss 70% der Gäste mitgeweint… (wie Anna mit gerade sagt, war das einer der bewegendsten Momente für sie an der Hochzeit).

Nach einem Glas Grappa und mehreren Küssen meiner Frau, legte sich das Zittern langsam wieder und es begann der entspannte Teil der Feier! Nächstes Highlight war das “Mütterspiel”, das Anna und ich mit Hilfe von Susanna vorbeireitet hatten (wir hatten ja in den Einladungen darum gebeten, keine Spiele vorzubereiten und waren positiv davon überrascht, dass sich alle Gäste daran hielten. Unsere Mütter wussten im wie “Wer wird Millionär” aufgezogenen Spiel mehr über uns, als wir dachten und Chrissi und Steffi, die das Spiel moderierten, sowie Fotos aus unserer Kindheit und Jugendzeit riefen heiteres Gelächter hervor. Anschließend schnitten wir die vierstöckige Hochzeitstorte an von der leider niemand mehr etwas herunter bekam und die dann auf Annas Omas achtzigsten eine zweiter Verwendung fand.

Nach dem Desert mussten Anna und ich noch zeigen, dass die Tanzstunden bei Hanni und Peter doch nicht umsonst waren bevor Matz die Disco mit “Johnny B. Good” und “Anna” von Freundeskreis eröffnete. Nach anfänglichen Schwierigkeiten den Musikgeschmack der Tanzwilligen zu treffen ging es nach einer Weile rund auf der Tanzfläche. Hier sind besonders Almuth und Helge hervorzuheben aber auch Jürgen und Katja legten eine heiße Sohle auf’s Parkett. Ich habe es sehr genossen, Anna beim ekstatischen Tanzen mit ihren Chinafreunden zuzuschauen und gemütlich das eine oder andere Bier mit dem übrig gebliebenen Freunden zu trinken (viele der Gäste hatten sich nach dem ersten Tanz verabschiedet – es war ja auch schon halb zwei).

Ich bat Matz kurz vor 4 die Disko mit “ich will die Eins”, “So close your eyes” und “True Companion” zu beenden. Es waren wunderschöne Momente, nochmal meine Braut in den Armen zu halten – aber auch zu sehen, wie sich andere Paare zu uns auf die Tanzfläche gesellten.

Dann gab es für jeden noch eine Runde, Weißi hielt die spontane Abschlussrede und um 4.15 Uhr machte sie das Brautpaar auf in ihr Bett!

Um 10 Uhr waren wir schon wieder wach und Karin brachte uns die restlichen Geschenke und Frühstück vorbei. Wir frühstückten auf der Regnitzterrasse und packten die vielen Geschenke aus, dien wir erst abends bekommen hatten. Nachmittags kamen noch Annas Chinafreunde vorbei bevor sie zum Zug mussten. Den Rest der Nachmittags / Abends nutzen wir für die ersten Dinge, die noch vor unserer Hochzeitsreise erledigt werden mussten. So zahlten wir unter anderem unsere Zeche bei Antonio und waren dort die ersten, die sich in sein tolles neues Gästebuch eintragen dürfen. Letztes Highlight an diesem Tag waren die ersten Fotos von Elias, die wie uns ansahen während die letzten zwei Teller Antipasti von der Feier vertilgten.

Oct 1 10

Leela

von / by Jonny

Nachdem wir eine so tolle Zeit im Marriott hatten, freuten wir uns sehr auf das Leela Kempinski Goa, da uns jeder versicherte, dass es das beste Hotel in Goa sei. Auf dem Weg dorthin stoppten wir in einer Gewürzfarm, wo wir eine ziemlich lustlose Führung und ebenso lustloses Essen bekamen und einer indischen Geschichtslehrerin (!) erklären mussten, dass die Menschen in Deutschland Hitler schon lange nicht mehr gut finden. Höhepunkt war der “Elephant Wash”: nachdem wir vergeblich versucht hatten, mit kleinen Kokosnussschalen die 29-jährige Elephantendame sauber zu bekommen, schaffte sie es im Gegensatz sehr schnell bei uns! Wir saßen auf ihrem Rücken und sie spritze uns mit ihrem zum Duschschlauch umfunktionierten Rüssel ab.

Als wir eine Stunde später im Leela ankamen war wir erst sehr beeindruckt: die Lobby ist gigantisch, davor ein glänzender 7er BMW und im inneren tolle Kunstwerke. Wir durften uns auf eine riesige Couch legen und während die Eincheckmodalitäten für uns erledigt wurden, bekamen wir eine frische Kokosnuss serviert.

Unser Zimmer war eine 80qm-Suite mit zwei Bädern und zwei Balkonen raus auf eine der drei künstlich angelegten Lagunen.

Leider sollte sich in den nächsten 24 Stunden unser erster Eindruck nicht bestätigen:
- Im Zimmer stand ein Geburtstagskuchen für uns bereit – Annas Geburtstag ist im Mai, meiner im November…
- Beim genaueren hinsehen hatte unsere Suite ziemliche Monsoonschäden (und so wie es aussah waren diese nicht nur von diesem Jahr)


- Als wir ankamen, hatten wir uns erst einmal ein Bad eingelassen, wurden aber innerhalb der ersten Stunde 3 mal gestört (u.a. von einem Mitarbeiter, der Glühbirnen wechselte…)
- Dafür war unser Zimmer am nächsten Tag, als wir vom Frühstück und Pool zurück kamen, immer noch nicht gemacht
- Die Mitarbeiter wirkten sehr unmotiviert, drehten sich eher weg, als uns Türen aufzuhalten
- Am ersten Morgen bekamen wir weder Zeitung noch Kaffee beim Frühstück

Es waren einfach viele Kleinigkeiten, die an sich nicht schlimm sind. Aber wenn man im “besten Hotel” Goas absteigt, außerhalb der Hauptsaison über 200 € / Nacht in Indien zahlt und Kempinski-Hotel-Standards (z.B. Atlon in Berlin) erwartet, ist das natürlich sehr enttäuschend! Wir beschlossen, uns zu beschweren, um uns von diesen Sachen nicht die Hochzeitsreise versauen zu lassen. Die zuständige Managerin Dorin hörte sich unsere Beschwerden an und bat uns als Standardantwort ein anderes Zummer an. Dieses war jedoch kaum anders als unseres und wir entschieden, uns den Stress zu packen und wieder auszupacken zu sparen und statt dessen an Kempinski eine E-Mail zu senden, dabei unseren Frust noch einmal rauszulassen und dann die restlichen Tage im Leela so gut es ging zu genießen. Als wir die E-Mail fertig hatten und nach einer E-Mail suchten, fanden wir die Telefonnummer der Kempinski-Gruppe, die Anna auch gleich anrief und einer freundlichen Dame unsere Probleme schilderte.

Zusammen mit unseren Fotos der Schäden in unserer Suite schien dieses Telefonat etwas zu bewegen: beim zweiten Frühstück kam Pascal, der französische General-Manager des Leela Kempinski Goa zu uns an den Tisch und bat uns um ein Gespräch, in dem er sich in aller Form entschuldigte und versprach, zu versuchen, uns in dem einen verbleibenden Tag davon zu überzeugen, dass das Leela seinen Ruf nicht umsonst hat. Wir waren skeptisch, wie er das in so kurzer Zeit hinbekommen wollte, aber ließen uns darauf ein.

Die Mitarbeiter waren auf einmal alle super aufmerksam, öffneten Türen für uns, zogen Stühle für uns zurück, in unserem Zimmer fanden wir eine kleine Hochzeitstorte und eine Flasche Wein, Anna bekam eine tolle Ayurvedamassage geschenkt und abends sollten wir zu einem speziellen Dinner eingeladen werden. Kurz vor halb acht wurden wir angerufen, dass wir in 5 Minuten wie vereinbart abgeholt werden. Es erschien der Manager des Leela-Clubs und unser persönlicher Butler (!) für den Abend. Der Leela Club ist ein abgeschlossener Breich innerhalb des Leelas für besonders zahlungskräftige Kunden. Der Bungalow, in dem wir eingeladen wurden, ließ keinen Luxuswunsch offen: Wohnzimmer, tolles Schlafzimmer, begehbares Ankleidezimmer, Luxusbad mit zusätzlicher Außendusche und das Beste war die Terrasse mit Blick auf den Golfplatz und Meer sowie einen eigenen Pool!

Dort wurde uns dann ein Dinner zu zweit (plus Club-Manager und Butler) serviert: Spargel-Meeresfrüchte-Risotto, Erbsensuppe, als Hauptspeise für Anna einen Meeresfrüchteteller und für mich ein Filletsteak und als Nachspeise noch eine Mangocreme. Es war ein tolles Erlebnis!

Am nächsten Morgen waren noch einmal alle angetreten, um uns zu verabschieden: Dorin, bei der wir auscheckten, der Chef der Bar, unser Butler, der uns noch das Leela-Rezept für Chicken Cafreal gab (wir hatten am Tag zuvor beim Dinner erwähnt, dass wir das unbedingt mal kochen wollen) und sogar Pascal, der General Manager.

Liebes Leela-Team, ihr wart nicht so gut, wie die Mitarbeiter im Marriott – aber ihr habt alles gegeben, um uns nach unseren schlechten Erfahrungen noch einen (positiv) unvergesslichen Aufenthalt zu bereiten. Und das habt ihr geschafft! Danke!

After we had such a great time at the Marriott, we were very looking forward to the Leela Kempinski as we were assured by everyone that it was the best hotel in Goa. On the way there we stopped at a spice plantation where we got a fairly unmotivated guided tour, pretty bland Indian food and had to explain to a history teacher (!) that people in Germany do not like Hitler anymore… The highlight was the “elephant wash”: after we had tried in vain to get the elephant clean with coconut shells, the 29-year-old elephant lady succeeded pretty quickly in getting us clean! We sat on her back and she showered us with her trunk converted into a hose.

When we arrived an hour later at the Leela we were pretty impressed: the lobby is huge, outside a shiny BMW 7 series and inside great works of art. We were allowed to lie down on a huge couch and while they handled all the check-in for us we were served a fresh coconut.

Our room was an 80sqm suite with two bathrooms and two balconies with a view out at one of the three man-made lagoons.

Unfortunately our first impression changed dramatically within 24 hours:
- In the room a birthday cake was waiting for us – but Anna’s birthday is in May, mine is in November…
- At a closer look we found quite some damages from the monsoon in our suite (and it looked like they were not only from this year)

- When we arrived, we decided to have a bath first, but were disrupted 3 times within the first hour (one time it was an employee who changed some light bulbs…)
- But when we returned from breakfast and the pool the next day our room was still not made
- The staff seemed very unmotivated, turned away rather than opening the doors for us
- The first morning we got neither newspaper nor coffee at breakfast

Most of the things were not really bad – just a lot of little annoying things. And if you are in “best hotel” in Goa, pay over 200 € / night in India outside the main season and expect Kempinski hotel standards (e.g. Atlon in Berlin) then it is obviously very disappointing! We decided to complain about these things so that the time at the Leela would not mess up our honeymoon. The duty manager Dorin listened to our complaints and offered to move us to a different room. But it was not so different from ours, and we decided not to go for the hassle of packing and unpacking. Instead we were typing up an email to get our frustrations out of the system so we could enjoy the last days there. When we had finished the email and searched for an email address on the Kempisnki website to send it to, we only found a phone number. So Anna called and explained to a friendly lady in Switzerland about our frustrations.

Together with an email including the photos of the damages in our suite this phone call seemed to have made a real difference: one the second morning Pascal, the French general manager of the Leela Kempinski Goa came to our breakfast table and asked us to have a conversation with him in which he formally apologised and promised to try to convince us in the one remaining day, that there are good reasons for Leela’s reputation. We were sceptical what could be changed in such a short period of time – but we let ourselves into it.

The staff were suddenly attentive, opened doors for us and other guests, in our room we found a small wedding cake and a bottle of wine, Anna got a great ayurvedic massage and in the evening we were invited to a special dinner. Shortly before half past eight, we were called and told that we will be picked up in 5 minutes as agreed. There were the manager of the Leela Club and our personal butler (!) for the evening. The Leela Club is an enclosed compound (“a hotel within the hotel”) for very wealthy clients. The bungalow to which we were invited, was poor luxury: a living room, great bedroom, walk-in dressing room, luxury bathroom with additional outdoor shower and the best was the terrace overlooking the golf course and sea with a private swimming pool!

There on the terrace they had set up a dinner for two (plus club manager and butler): seafood risotto with asparagus, green peas soup, main course was a seafood platter for Anna and a fillet steak for me, mango cream as desert. It was a great experience!

The next morning everybody was lined up to say goodbye to us: Dorin, who checked us out, the head of the bar, our butler, who gave us the Leela recipe for chicken cafreal (the day before we had mentioned at the dinner, that we would really like to cook this dish at some point) and even Pascal, the general manager.

Dear Leela team, you were not as good as the staff at the Marriott – but you have given everything to make up for our bad experience and to make it a (positive) memorable stay for us. And you managed it! Thank you!

Sep 26 10

Unsere indische Hochzeit – Teil 1 / Our Indian wedding – Part 1

von / by anna

Auf unsere indische Hochzeit hatte ich mich sehr gefreut, ich war sehr begeistert wie sich die Mädels ins Zeug gelegt hatten alles zu organisieren und war sehr gespannt darauf wie alles werden würde.

Am Anfang hatten wir ja einen Wedding Planner engagieren wollen, doch dieser entpuppte sich nach kurzen Zeit aber als ziemlicher Fehlgriff, da sich sein Engagement höchst mangelhaft war nachdem wir ihm klar gemacht hatten, dass wir lediglich eine kleine und günstige Zeremonie ohne Elefanten und von ihm organisierten Bankett wollten. Schließlich sollte unsere indische Hochzeit nur das i-Tüpfelchen der diesjährigen sapnagroup-Firmen-Feier werden.

Somit rechnete ich auch eher damit, dass sich die größte Aufregung schon mit den Vorbereitungen erledigt haben würde und unsere Hochzeitszeremonie nur einer der Programmpunkte des Firmenfestes sein würde und an die sich “wie üblich” (?) das Cricket und das Water Rugby Match anschließen würden, genauso wir natürlich das gemeinsame Mittagessen und Zusammensein.

Da aber eine Hochzeit ohne eine richtige Braut und ordentlichen Bräutigam natürlich nicht geht, haben wir am Tag unserer Anreise zunächst Jonny noch komplett mit Turban und lustigen Ringelschuhen im Bombay Bazar ausgestattet. Wir waren sogar kurzzeitig in der Versuchung, Jonny noch einen “richtigen” Hochzeitskurta zu kaufen, doch der Preis von ca. 500 € ließ uns dann doch vom Kauf des prächtigen Gewandes Abstand nehmen. Ich würde natürlich auch als richtige Braut auflaufen und hatte den Saree, den die Mädels schon für mich besorgt hatten, bereits auf einem Foto gesehen. So machte ich mir wegen meinem Outfit keine Gedanken mehr. Am nächsten Tag würde ich das Team endlich kennen lernen und mit den Mädels die ausstehenden Accessoires besorgen – eigentlich dachte ich, ich würde ich nur noch Schuhe aussuchen müssen und mein Henna Tattoo (Mehndi) an Arme und Beine bekommen sowie die Bangles (gläserne Armreifen) anprobieren. Ich war auch auf die anderen Schmuckstücke gespannt, die während der Vorbereitung erwähnt wurden: ein Nasenring (würde ich niesen müssen?) und das Mangal Sutra (eine Kette mit goldenen und schwaren Elememten = der indische “Ehering” für die Frau).

Aber ich war nicht auf das vorbereitet, was die Mädels da aus dem Hut zauberten: es ging los bei Shekars SEO Team mit einem Cake Cutting, des Schoko-Kuchens vom Marriot. Dann ging Jonny mit Mimi seiner Wege und ich sollte so langsam ddie Ausmaße der Vorbereitungen begreifen… Eines der Mädels hatte ihre Cousine organisiert, die mir das Mehndi malte und ich durfte in Shekars Büro Platz nehmen, das er für diesen Zweck hatte räumen müssen und war die meiste Zeit umringt von mindestens 2 der Mädels. Mir wurde sogar eine besondere Süßigkeit aus Milch gefüttert wie das beim Mehndi Malen so üblich ist.

I was looking very much forward to or Indian wedding, I was very impressed how much work the girls from the SEO team have done to organise everything and I was very curious how it would all turn out.

Initially we were thinking of hiring a wedding planner but the one we found turned out useless after we told him that we only wanted a small ceremony without elephants and a banquet organised by him. The idea was that the wedding will only be the highlight of our annual sapnagroup company party.

So I expected the preparations to be the most exciting bit and that the ceremony would only be part of the programme of our company party before the beach cricket and water rugby matches, the lunch and general get-together.

But as even a small wedding needs a proper bride and groom we bought a turban and funny curly shoes for Jonny in Bombay Bazar on our first day. For a moment we were thinking of buying a proper wedding kurta but the price of 500 € stopped us even though it looked beautiful! I would also be a proper Indian bride and had already seen the saree the girls bought for me in a photo. So I didn’t worry about my dress. I thought “Tomorrow I will finally meet the team  and then go and buy the missing accessoires.” I thought all there was left to do was to select a paid of shoes, get the mehndi (henna) on arms and legs and the red glass bangles. And I was curious to see the other jewellery which was mentioned during the preparations: nose ring (will I have to sneeze?), the mangal sutra (a chain with golden and black elements = the Indian “wedding ring” for the bride).

But I was not prepared for all the bits the girls had organised! It all started in the SEO team office with cake cutting (the chocolate cake from Marriott). Then Jonny and Mimi went off and I started to realise the scope of the preparations. One of the girls had organised for her cousin to come who put on my mendhi. I was placed in Shekhar chair who had to leave his office and there were always at least two girls around me. I was even fed with some sweets made out of milk which apparently is a tradition when the mendhi is applied.

Und dann wurden die Schätze ausgepackt… Da waren die Zehenringe, einen für jeden Fuß (Zeichen für verheiratete Frauen), ein Armband für den Oberarm, eine sehr beeindruckende Halskette sowie Ohrringe und so ein Ding das der Braut am Scheitel befestigt wird, eine goldene Kette für um die Tallie sowie jeweils eine mit Glitzer für die Fesseln und natürlich das Mangal Sutra, die Bangles (20 für jeden Arm), der Nasenring und das passende Bindi für die Stirne (auch ein Zeichen für verheiratete Frauen). Wow… Ich war ziemlich beeindruckt!

Aber damit nicht genug. Ich mußte noch die Sareebluse anprobieren, die natürlich Tip Top passte und schließlich mein zweites Brautoutfit (!). Ich hatte den Mädels mal ein Bild einer sehrglamurösen indischen Braut geschickt, aber eigentlich nur um zu zeigen, welche Art von Make-Up ich toll fände. Die Bilder nahmen sie jedoch zum Anlass noch ein viel prächtigeres Gewand zusätzlich zum tollen Saree zu besorgenden, den sie bereits gekauft hatten. Es muss die Mädels sehr viel Verhandlungsgeschickt gekostet haben, dieses Prachtstück zu einem Preis, der das Hochzeitsbudget nicht sprengte, zu erwerben. Ich war ziemlich baff und fühlte mich wie ein Bollywood Sternchen, als ich das Kostüm am Tag davor anprobierte. Aber all das waren ja erst die letzten Vorbereitungen für ein Event, von dem ich gar nicht dachte, dass es so spektakulär werden würde…

And then they showed me the “treasures”: the toe rings for each foot (sign for married women), a bracelet for the upper arm, a very impressive necklace, ear rings and something which is fastened at the parting of the hair, a golden chain around my waist and two more for around my angles and of course the mangal sutra, the bangles (20 for each arm), the nose ring and the matching bindi for my forehead (also a sign for married women). Wow… I was really impressed!

But not yet enough! I had to try the saree blouse which fitted perfectly and finally my second (!) Indian bridal dress. A few weeks ago I sent the girls a photo of a very glamorous Indian bride – but only to show them how I would like the makeup. But they decided to get another even more gorgeous dress on top of the saree they already had. They must have negotiated very hard to buy the dress while staying in our fixed wedding budget. I was totally impressed and felt like a Bollywood star trying the costumes the day before. But all these were only the preparations for an event I never thought would be so spectacular…

Sep 25 10

Erste Tage in Indien / First days in India

von / by Jonny

Wir kamen um ca. 18 Uhr mir dem Taxi in London Heathrow an. Einchecken war einfach und nachdem wir durch die Sicherheitskontrolle waren hatten wir noch genügend Zeit zum Shoppen: iPad-Adapter für Digitalkameras, eine neue Sonnenbrille für Anna und VIEL Schokolade für das Team in Indien. Der Flug war überpünktlich und so blieb gerade noch genug Zeit für ein Starbuckssandwich bevor wir an Board gingen. Ich hatte für den Flug 6 Filme für das iPad heruntergeladen – aber das war völlig unnötig, da das Onboard-Entertainment-System von Jet Air toll war: Filme, Musik, Spiele zur freuen Auswahl, jeder an seinem eigenen kleinen Schirm. Anna schaute den neuen Shrek, ich den neuen Karate Kit, dazwischen ein paar Runden Scrabble und Essen. Die 8 Stunden vergingen so “wie im Fluge”!

In Mumbai angekommen machten wir gleich Bekanntschaften mit einer alten indischen Tradition: Schmieren! Der Zollbeamte konnte nicht verstehen (irgendwie auch verständlich), dass jemand 3 iPhones braucht und hat dann mal grob geschätzt und wollte £250 Zoll dafür! Nach zähen Verhandlungen bei denen ich bei £25 startete während Anna bei anderen Beamten für Einsicht warb, einigten wir uns auf £50, die in einem Nebenzimmer abkassiert wurden (plus £5 extra für den Abkassierer).

Wir schafften trotzdem unseren Anschlussflug am nationalen Terminal zu dem wir per Busshuttle gebracht wurden. Wie es unsere Koffer ins richtige Flugzeug geschafft haben, bleibt uns ein Rätsel!

Wir landeten pünktlich in Goa und wurden am Flughafen von Shekhar und Nilesh abgeholt. 30 Minuten später waren wir in unserem Hotel, dem 5-Sterne Goa Marriott. Beim Reinfahren wurde unser Auto mit Spiegeln kontroliert und wir mussten die Motorhaube aufmachen. Shekahr erzählte uns, dass er mal gefragt hat nach was sie eigentlich suchen: “Das wissen wir nicht, aber wir müssen immer die Motorhaube aufmachen und reinschauen…”

Das Hotel ist ganz toll, unser Zimmer komplett neu, groß und mit einer riesigen Scheibe zwischen Bad und dem Rest des Zimmers.

We arrived at around 6pm by taxi at London Heathrow. Checkin was easy and after we managed to get through the security controls we still had enough time for shopping: iPad adapter for the digital camera, new sunglasses for Anna, and A LOT of chocolates for the team in India. The flight actually left earlier than scheduled and so we just had time for a quick Starbucks sandwich before we had to board. I had downloaded 6 movies onto the Ipad for the flights – but it wouldn’t have been required as the onboard entertainment system by Jet Air was brilliant: a full choice of movies, music, games on everybody  small screen. Anna was watching the new Shrek movie, I watched the new Karate Kid movie. In between we were served food and played a few rounds of scrabble. The 8 hours went by so fast!

When we arrived in Mumbai we were immediately introduced to a good old Indian tradition: bribery! The customs official could not understand (somehow understandably) who somebody would need 3 iPhones and then asked us to pay £250 duty. After hard negotiations which I started at £25 and Anna tried to get support from other custom officials we agreed on £50 which were taken from us in a small back room (incl. 5% commission by the guy who had to take it off us).

Fortunately we still managed our connecting flight from the national terminal to which we went on a bus shuttle. How they managed to put our bags into the right plan we’ll never understand!

We arrived perfectly on time in Goa and were collected from there by Shekhar and Nilesh. 30 minutes later we arrived in our hotel, the 5 star Goa Marriott. When we entered the compound our car was searched with mirrors and we had to open the bonnet. Shekhar told us that a few weeks ago he asked the security staff what they are actually looking for and they replied that they don’t know but they have to open the bonnet and look.

The hotel was fantastic, our rooms completely new and big with a large window pane between the bed room and the bathroom.

Am ersten Abend stand für uns dann auch eine Torte und eine Flasche Wein immer Zimmer. Glückwünsche des Hauses zu unserer Hochzeit. Dann ging es erst einmal zum Shoppen, weil ich traditionell keine Kleidung mitgebracht hatte. Anna hat sich auch eine Kurti (indisches Kleid) mit lustiger Hose gekauft. Sie hat die Sachen dann gleich abends angezogen und umwerfend ausgesehen! Vorher waren wir noch IM Pool an der Bar gesessen, wo Anna sich einen G&T und mit einen Whisky bestellte.

On our evening we found a cake and a bottle of wine in our room – with best wishes from Marriott. We left soon after we arrived at the hotel to go clothes shopping as traditionally I travel with an empty suitcase to India. Anna also bought a kurti (Indian dress) with funny trousers. Sie wore the new things in the evening and looked stunning! Before we left we had a snack IN the pool where we sat at the pool bar. Anna orders a G&T for her and a whisky for me.

Wir waren dann mit Shekhar zuerst bei Nilesh zu Hause, wo wir unsere Schokogeschenke an Sushil, Sapna und Tanvi verteilt und unsere Hochzeitsbilder gezeigt haben und danach in einem Restaurant, wo noch George, Anurag und Mohin zu uns stießen.

Together with Shekhar we went to Nilesh’s house where we gave our chocolate presents to Sushil, Sapna and Tanvi and showed the snaps of our German wedding. After that we went to a restaurant where George, Anurag and Mohin also joined us.

Um 22.30 Uhr fielen wir todmüde in unser Bett und schliefen mit kurzer Unterbrechung, um uns das heftige Gewitter anzuschauen, fast 12 Stunden durch.

Beim Aufstehen wunderten wir uns darüber, dass unser Zimmernachbar schon seit einer halben Stunde sein Bad laufen ließ bis wir feststellten, dass wir einen Wasserschaden in unserem Bad hatten. Ein Hausmeister war aber gleich zur Stelle und das Problem behoben und unser Bad wieder sauber, bis wir vom Frühstück zurück waren.

At 10.30pm we fell into our beds and slept for nearly 12 hrs (with only a short break to watch the impressive thunderstorm outside).

When we woke up we were a bit surprised that the neighbours must have let their bath water running for half an hour already until we noticed there was a water leak in our own bathroom! But a handy man arrived a few minutes after we called reception and when we came back from breakfast everything was fixed and cleaned.

Am Frühstückbuffet machten wir uns zuerst einmal über die indischen Sachen her und Anna war begeistert, dann noch ein englisches Frühstück und dann noch was Süßes. Es war toll! Danach Pool und Laufband bevor Shekhar mit meiner Freundin Mimi im Hotel ankam, um uns abzuholen. Mimi war extra aus Dubai angereist, um bei unserer Hochzeit dabei sein zu können. Wir fuhren zuerst ins Büro unseres SEO-Teams, wo wir die Marriott-Torte zusammen anschnitten und an alle verteilten.

At the breakfast buffet we started with the Indian food and Anna loved it! After that a small English breakfast and then something sweet. It was great! After that we went into the pool and on a treadmill before Shekhar arrived with our friend Mimi to collect us. Mimi came from Dubai to be at our Indian wedding. We first went into the office of our SEO team where we cut the Marriott cake and ate together with the team.

Mimi und ich fuhren dann zu unserem Probrammierbüro wo Mimi alle mit den Worten begrüßte “Ich bin nicht die Ehefrau!”. Nach kurzem Aufenthalt gingen Mimi und ich dann kurz zum Shoppen in die Stadt und endeten im Snip wo wir uns mit einer Head & Shoulder Massage (beide), Ponyschmitt (Mimi) und Rasur (Jonny) verwöhnen ließ, während Anna im Büro von Shekhar ihr Mehendi (Henna) für die indische Hochzeit bekam. Wir trafen und dann alle an der Poolbar des Hotel Fidalgo wo und Anurag auf eine Runde Johnny Walker Blue Label einlud. Das Essen war fantastisch und Anna und ich beschlossen, zum Marriott zurück zu laufen. auf dem Weg zeigte ich ihr noch unser Programmierbüro. Die letzten 500 Meter fuhren wir mit einer TucTuc.

An der Rezeption wurden wir schon ungeduldig erwarten. Es wurden Blumen für uns abgegeben. “Die sind für die Hochzeit morgen.” meinte Anna. Und “Das sind wohl doch nicht die für morgen…” als sie ein paar Minuten später in unserem Zimmer einen riesigen Strauss roter und gelber langstieliger Rosen in den Händen hielt! Dazu kam noch eine Flasche Champagner und eine Karte! Beides war von Mimi! Was für eine tolle Überraschung!!!

Mimi and I then went on to the office of our programming team where Mimi’s first words to everybody were “I’m not the wife!”. After some time there we went on shopping into town and to Snip where we enjoyed a head & should massage (both), a fringe trim (Mimi) and a shave (Jonny) while Anna got her mehendi (henna) applied in preparation for the Indian wedding. We then all met up again at the Fidalgo pool bar where Anurag invited us to a round of Johnny Walker Blue Label. The food was fantastic and Anna and I decided to walk back to the hotel. On the way back I showed her where our programming office is located. The last 500 meters we took a tuc tuc.

At the reception we were already expected. Apparently some flowers had been delivered for us. “They are for the wedding ceremony tomorrow.” said Anna. And “Well, maybe they are not for tomorrow…” only a few moments later when she held a huge bunch of red roses in her hands! On top of that there was a bottle of champagne and a card. It as all from Mimi! What a brilliant surprise!!!

Nach kurzem Zögern “Vielleicht sollten wir sie erst morgen aufmachen, wenn wir Mimi zum Essen ins Hotel einladen…” köpften wir den Schampus und nahmen Gläser und original schweren Schampuseimer mit an die Poolbar, wo wir im Wasser sitzen noch ein paar Gläser genossen.

After hesitating (“Maybe we should open the bottle tomorrow when we’ll invite Mimi for dinner into the hotel…”) we opened the bottle and took the bottle in its proper cooler and 2 glasses down to the pool bar where we enjoyed some more glasses.

Was für ein toller Ausklang für einen tollen Tag auf einer bisher ganz tollen Hochzeitsreise!

What a brilliant finish for a brilliant day on a brilliant honey moon!

Sep 24 10

London Wedding drinks

von / by Jonny

Mit dem Zug machten wir uns auf von West Byfleet nach Barnes Bridge. Während wir in West Byfleet noch interessierte Blicke und Glückwünsche bekamen, wurde das Interesse an uns immer weniger je weiter wir nach London reinkamen. Der typische Londoner Pendler ist zu abgestumpft um sich für ein Brautpaar im Zug zu interessieren. Mit Sicherheit hatten bestimmt auch einige gedacht, dass wir zu einen Kostümball unterwegs sind. Lustig war der Kommentar vom Schaffner “Das ist ein sehr ungewöhnliches Transportmittel für die Braut!”.

Erste Gäste im Pub waren Ben und Justin von MFC und da es am Tag 25 Grad hatte, entschlossen wir auf die Terrasse zu gehen. Ben spendierte eine Flasche Prosecco und der Rest der Gäste trudelte langsam ein. Obwohl wir kein Geschenke wollten, bekamen wir ein Einladung zum Essem (Huw & Tanja), zwei Flaschen Champagner (Annette & Chris, Vannie und Lez), einen tollen vergoldeten Loop-Kerzenständer von Dan, einen Druck von Anna & Mike. Der Abend verlief angenehm und unspektakulär – genauso wie wir uns das vorgestellt hatten. Es war schön, dass sich ca. 20 Leute dir Mühe gemacht hatten, uns persönlich zu gratulieren und es hat Spaß gemacht, unser Hochzeitsoutfit nochmal zu tragen!

Vielen Dank auch an Kevin, der trotz der schlechten Lichtverhältnisse ein paar wirklich schöne Fotos gemacht hat und an Huw und Tania für die coolen Brillen!

We went from West Byfleet to Barnes Bridge by train. While we still got some interested looks and congratulations in West Byfleet, the interest level was getting less the further we came into London. The typical London commuter seems pretty indifferent to a newly married couple on the train. Definitely some must have thought that we are on the way to a fancy dress party! Funny commentary by the conductor: “This is a very unusual means of transport for the bride!”.

First guests in the pub were Ben and Justin from MFC and as it was 25 degrees we decided to go out on the terrace. Ben donated a bottle of Prosecco and the rest of the guests trickled in slowly. Although we did not ask for gifts, we received an invitation for dinner (Huw & Tanja), two bottles of champagne (Annette & Chris, Vannie and Lez), a great gold plated candelabra from Dan and a print from Anna and Mike. The evening was pleasant and unspectacular – just as we had imagined. It was nice that about 20 people made efforts to congratulate us personally and it was fun to wear our wedding outfits again!

Also thanks to Kevin, who has made some really nice photos despite the poor light conditions and Huw Tania for the cool glasses!

Sep 21 10

Schöne Erinnerung an die deutsche Hochzeit / Special reminiscences of our German wedding

von / by Jonny
In keiner speziellen Reihenfolge – die Liste wird mit Sicherheit auch noch ergänzt werden / In no specific order – I will keep adding to it
  • Dass Matz (als DJ) als erstes Lieder “Johnny B. Goode” von Chuck Berry und “Anna” von Freundeskreis gespielt hat / When Matz (acting as DJ) played “Johnny B. Goode” by Chuck Berry und “Anna” by Freundeskreis
  • In voller Hochzeitsmontur im China-Take-Away bestellen / Ordering Chinese Take away in bridal dress and wedding suit
  • Antwort meines Bruders Clemens als Telefonjoker: “Hallo Günther, ist grad schlecht, ich bin auf einer Hochzeit…” / Answer by My little brother Clemens as telephone joker: “Hello Chris, not a good time to call. I’m at a wedding…”
  • Das Lied von meiner Schwester, als wir in der Gondel ablegten:”wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Board…”/ My sistier singing a s
  • Michis (unsere Friseuse) Antwort als ich sie mit den Worten verabschiedete, dass Sie jetzt meine Braut schön machen soll: “Die Anna ist schon schön!” / Michi’s (our hai dresser) reply when I told her to make my bride beautiful now: “Anna is already beautiful!”
  • Ronny, der mir gesagt hat, wie begeistert er war wie toll und frei Anna vor Menschen sprechen kann. / Ronny who told me how impressed he was to here how well and free Anna can speak in front of people.
  • Jürgen, der um kurz vor 4 dachte, es wäre erst 1 Uhr. / Jürgen who was genuinely surprised at around 4pm as he thought it was only 1am.
  • Anna bei Tanzen zuzuschauen und die reine Lebenslust zu spüren. / Watching Anna dance and feeling her lust for life.
  • Weißis Abschlussrede um 4 Uhr morgens. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern und ich denke er auch nicht. Aber es war ein würdiger und schöner Abschluss des Abends. / Weißi’s end of evening speech. I can’t remember the details and I don’t think he can either – but it was a dignified and wonderful finish for the evening.
  • Kommentar vom Schaffner auf dem Weg zu unseren Wedding-Drinks: “Das ist ein sehr ungewöhnliches Transportmittel für die Braut!” / Comment of the train conductor on the way to our wedding drinks: “This is a pretty unusual form of transport for the bride!”
  • Als wir abends in die Domterrassen gekommen sind und mich Antonio gleich in die Küche gezogen hat. Alles war voll toll hergerichteten Vorspeisen und das Spanferkel “saß” bereits angebraten in in einer Schale. In diesen Moment wusste ich, dass das Essen an diesem Abend toll werden wird! / When we arrived at the restaurant “Domterrassen” and the chef Antonio pulled me into the kitchen where they already had all the beautifully laid out starters and the already roasted full pigling “sitting” there on a plate. I was sure that moment that food will be great that night!
  • Als wir uns die Ringe anstecken wollten und sowohl Gusti als auch Karlotta uns die Ringe reichen wollten und wie beleidigt Gusti war als Karlotta zunächst die Ringe von Jo bekam. / When we wanted to put on the rings and Gusti and Karlotta argued who would give them to us.
  • Karlotta, Jakob und Hannes als “Seifenblasenmaschinen” und Gusti als Boxer während unseres Sektempfangs in der Sonne im Innenhof von Geyerswörth. / Karlotta, Jakob and Hannes as bubble creating “robots”, Gusti as boxer during our champagne reception in the Geyerswörth court yard.
  • Hans Kommentar nachdem unsere Hochzeitstorte aufgebaut war und Anna die Wunderkerzen angezündet hatte “Das sieht man ja normalerweise nur im Fersehen und heute hier..!” / Hans’s comment after our wedding cake was brought out and the sparklers were lighted: “Something like this you usually only see on TV and now here…!”
  • Wie sich Jo darum gekümmert hat, dass ich was zu essen bekam und sich immer für mich am Buffet angestellt hat und dafür sorgte, dass Jonny auch ab und zu bei mir saß. / How Joe took care that I always got some food, queued at the buffet for me and collected Jonny to sit with me at least some times.
  • Jonnys Rede / Jonny’s speech
  • Der Moment als Jonny und ich uns am Morgen der Hochzeit zum ersten mal gesehen haben und wir beide so überwältigt waren, dass uns die Tränen kamen. / The moment when we have first seen each other before the wedding and been so overpowered that we both cried.
  • Die Touristen am Ufer und auf den Brücken, die uns zugewunken, uns gegrüßt, beglückwünscht und fotografiert haben, als sie uns in der Gondel sitzen sahen und wir uns gefühlt haben wie Filmstars in Venedig. / The tourists along the canal and the on the bridges which waved, congratulated and photographed us when we did our ride in the gondola – we felt like movie stars in Venice.
  • Als alle bei unserem “ersten Kuss” geklatscht haben / When everybody clapped during our first kiss
  • Annas Unterhose mit der Aufschrift “Mrs Hübner 18.09.2010″ / Anna’s knickers with the print “Mrs Hübner 18.09.2010″